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Der Alpenschocker

GeröllhaldenGeschichten










 

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Liebeskummer

... für ihren einzigen Sohn, den lieben Toni, aufbrachte.
Vater Alois Chalbermatten war vor einigen Jahren bei einem Jagdunfall ums Leben gekommen. Seine allerletzte Handlung war ein phänomenaler Blattschuss gewesen, sozusagen ein Jahrhundertschuss, auf einen nicht ganz vierzig Meter entfernt stehenden stattlichen Hirschbock. Kurz nach dem bemerkenswerten Volltreffer hatte Alois zufrieden grunzend eine druckbefreiende Blasenentleerung im Gebirgsgebüsch platziert, als er irrtümlicherweise von einem übereifrigen Jagdkameraden mit einer gewaltigen Schrotladung über den Haufen geschossen worden war. Der voll getroffene Alois Chalbermatten war augenblicklich tot in das vor ihm wachsende Gebüsch gefallen.
«Ehrlich, nein ehrlich, ihr könnt mir glauben!», hatte sein Jagdkumpan der Polizei zu Protokoll gegeben. «Ich habe ihn doch glattweg mit einer Gebirgswildsau verwechselt. Ein Mordsding von einer Gebirgswildsau, dachte ich noch. Und als ich hinzutrat, stellte ich fest, dass es keine Wildsau war, sondern der Alois. Ich war sehr enttäuscht und bestürzt. Das könnt ihr mir glauben. Ehrenwort, von da, wo ich geschossen habe, sah Alois wirklich aus wie eine Wildsau, ein Brocken von einer Gebirgswildsau, das sag ich euch!»

Nun, das Geweih des von Alois kurz vor seinem Ableben erlegten Hirschbockes, einem Zwölfender, hing sodann als Andenken in der Stube von Chalbermattens, gleich neben dem von der Grossmutter geerbten …

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