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Der Alpenschocker

GeröllhaldenGeschichten










 

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Vroni auf dem Miststock

… ergriffen von dem so heimatlichen Anblick: Vroni vor der Alphütte auf dem schön regelmässig geschichteten Miststock stehend, daneben ein kleines Ziegengehege mit drei putzigen, neugierig guckenden Gebirgsziegen, dahinter die imposante Gebirgsformation, alles untermalt von melodiösem Glockengebimmel der zwölf frisch gestriegelten Kühe auf der nahen Weide. Eine wahrlich wahrhaftig herrliche Alpenidylle.
«Brrrrr», bat der edle Herr, der einen grünen, filzigen Jägerhut mit einer schmucken Fasanenfeder aufhatte, seine prächtige Schimmelstute Lotti auf Stand-by zu gehen. Lotti tänzelte noch eine Weile geziert an Ort. Als sie dann, kurz noch zünftig schnaubend und ihre üppige, dunkelbraune Mähne schüttelnd, endlich stillstand, sprach der edle Herr zu Vroni:
«Ja schau an, oh hübsche Gebirgsfrau, hast du einen tollen, dicken Bauch. Hat man dir einen Kuchen ins Ofenrohr gesetzt?»
«Ja, oh fremder Herr, ich bin bereits im sechsten Monat schwanger, ganz alleinzig und verlassen. Der Briefträger Toni hat mich geschwängert. Wir sind Waisenkinder.»
«Ja schau an, holde Maid, tut dich der Briefträger Toni nicht heiraten?»
«Nein, oh fremder Mann, Toni darf mich nicht heiraten. Toni ist mein Bruder! Und weil er eine Menge Postsachen über Weide, Wald und Wasser fliegen liess, als er mit dem Motorfahrrad ins Gebüsch segelte, wurde er …

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